E-Justice
E-Justice 2010 - Chancen & Herausforderung für die digitale Justiz
Die Digitalisierung hält bereits seit vielen Jahren Einzug in die Justiz. Fachverfahren zur Verwaltung der Akten und zur Unterstützung der anwaltlichen und richterlichen Tätigkeit sind nicht mehr aus dem Alltag eines Juristen wegzudenken. Auch die Möglichkeit der elektronischen Kommunikation mit den Gerichten ist den letzten Jahren geschaffen worden und beinahe bundesweit verfügbar.
Ausgangslage
Der erwartete Mehrwert und die Vorteile einer durchgehenden papierlosen Aktenbearbeitung haben sich jedoch bislang nicht eingestellt. Hintergrund für den ins Stocken geratenen Entwicklungsprozess ist, dass die zunehmende Digitalisierung die Justiz und Anwaltschaft nicht nur zwingt, althergebrachte Verfahrensweisen zu überdenken und neu zu gestalten, sie wirft auch eine Vielzahl von technischen und damit korrelierenden rechtlichen Fragestellungen auf, die mitunter auch das Selbstverständnis der Justiz als dritte Gewalt und die richterliche Unabhängigkeit berühren.
Zielsetzung
Generelles Ziel der E-Justice-Foren im Rahmen der Xinnovations ist, einzelne der sich aus dem Digitalisierungsprozess ergebenden Problemfelder zu analysieren und gemeinsame Lösungsvorschläge zu erarbeiten. So geht es im Forum 2010 beispielsweise um das Spannungsfeld zwischen der richterlichen Unabhängigkeit und dem Trend zur Standardisierung und Zentralisierung von IT-Anwendungen, dem komplexen Thema E-Akte und innovativen Ideen zur Ausstattung von Gerichtssälen.
Programmvorschau
Vorträge & Diskussion
- Neue Medien im Gerichtssaal
- Elektronische Kommunikation und E-Akte
- Schutz der Privatsphäre in Zeiten von Web 2.0
- Standardisierung versus richterliche Unabhängigkeit
Zielgruppen
- Justiz und Verfahrenbeteiligte: Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater, Gutacher
sowie Mitarbeiter aus Rechtsabteilungen von Unternehmen, öffentlichen
Verwaltungen, Verbänden und Beratungshäusern - IT Verantwortliche in Justiz und Verwaltung
- Unternehmen, die Lösungen für den elektronischen Rechtsverkehr anbieten
Ort und Zeit
- Dienstag, den 14.9.2010
-
Humboldt-Universität zu Berlin
Seminargebäude am Hegelplatz
Dorotheenstr. 24
10117 Berlin
Hintergrundinfos
Dr. Wilfried Bernhardt
ist Staatsekretär im Sächsischen
Staatsministerium der Justiz und für Europa, CIO des Freistaats Sachsen und
Mitglied des IT-Planungsrats
Einstimmung auf des Forum E-Justice:
"Zentralisierung der Justiz-IT
außerhalb der Justiz - verträgt sich das mit der richterlichen
Unabhängigkeit?"
Programmbeirat
- RAin Dr. Astrid Christiane Auer-Reinsdorff, Vorsitzende Arbeitsgemeinschaft
Informationstechnologie (davit) im Deutschen Anwaltverein (DAV) e.V. - Dr. Wilfried Bernhardt, Staatssekretär Sächsisches Staatsministerium der Justiz und für
Europa - Bernhard Brückmann, Senatsverwaltung für Justiz Berlin
- Holger Bogs, Ass. jur., AM-SoFT IT-Systeme
- RA Lutz Diwell, Staatssekretär a. D.
- Dirk Ehlert, Präsident am Landgericht Frankfurt (Oder)
- RAin Daniela Freiheit, feine IT-Strategien für die Justiz
- RA Andreas Jede, Mitglied des Vorstands der Rechtsanwaltskammer Berlin
- Dr. Ralf Kleindiek, Leiter der Unterabteilung ZB (Verwaltung) und Ressortbeauftragter für Informationstechnik im Bundesministerium der Justiz
- RAin Friederike Lummel, Geschäftsführerin Bundesrechtsanwaltskammer
- Andreas Muchow, Geschäftsführer AM-SoFT IT-Systeme
- Ulrich Schwenkert, Vorsitzender Richter am Finanzgericht Berlin-Brandenburg und Sprecher des Arbeitskreises E-Justice im Xinnovations e. V.
- Jörg Tegeder, LL.M. (HK), Richter am Amtsgericht
- Dennis Wacek, ITDZ Berlin
- Dr. Holger Wendtland, Vizepräsident am Landgericht Frankfurt (Oder)
- Koordinator: Rainer Thiem, Vorstand Xinnovations e. V.
Kontakt:
- E-Mail: rainer.thiem@xinnovations.org
- Tel.: 030/21001 - 470




